Futsal – Eine Premiere in der Kurstadt

Futsal-Fieber soll entfacht werden

Große Vorfreude auf den kleinen Fußball: SuS Wulferdingsen richtet erste Stadtmeisterschaften am 4. Januar aus

Bad Oeynhausen (WB).»Das Runde muss ins Eckige.« Die alte Fußballweisheit zählt, die Regeln sind neu und die Premiere wird am Samstag, 4. Januar 2014, über die Bühne gehen. Der Stadtsportverband Bad Oeynhausen veranstaltet dann die erste Hallen-Stadtmeisterschaft im Futsal. Ausrichter im Schulzentrum Nord ist der SuS Wulferdingsen.

Von Rene Wenzel

Knapp 800 Kilometer südlich kam er auf die Idee. Hans Milberg, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, besuchte zufällig die österreichischen Meisterschaften im Futsal. »Natürlich habe ich mich erst einmal gewundert und fand es ziemlich seltsam«, sagte Milberg, der sich aber schnell von der Sportart, die ihren Ursprung in Südamerika hat, überzeugen ließ. In Deutschland steckte Futsal zu diesem Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen. Doch nach einem Besuch bei den Westfalenmeisterschaften Anfang des Jahres in Brackwede stand für Milberg schnell fest: Futsal ist auch ein Thema für Bad Oeynhausen.

Nach ersten Planungen und Anfragen bei den Vereinen nahm alles seinen Lauf. Nachdem in den vergangenen 33 Jahren das traditionelle Turnier um den Pressepokal ausgetragen wurde, werden jetzt neue Wege beschritten. »Ich bin gespannt, wie Futsal bei den Spielern und Zuschauern ankommt«, meinte Milberg, der zur Pressekonferenz im Vereinsheim des SuS Wulferdingsen auch Ulrich Clemens, Vorsitzender der Kommission Freizeitfußball beim Westfälischen Fußball-Verband (FLVW), eingeladen hatte.

Clemens erklärte, wie der moderne Hallenfußball nach Westfalen kam. »Ein paar reisefreudige Studenten waren in Portugal und haben zum ersten Mal Futsal gespielt. Auch sie haben schnell festgestellt, dass es ein attraktives Spiel ist«, berichtete er – schon jetzt werden deutsche Meisterschaften ausgetragen. Noch als aktiver Fußballer war Clemens mit seinen Teams in Gohfeld und Oberbecksen zu Gast. Dass er das »Kicken« nicht verlernt hat, stellte er bei der Präsentation der runden Kugel unter Beweis. »Schaut‘ euch den Ball genau an. Wir können uns hier stundenlang Pässe zuspielen, ohne dass auch nur einer verspringt«, sagte Clemens, der SuS-Vorstandsmitglied Alfred »Ali« Waldeck auf die Probe stellte.

Ein kleinerer Ball, der einen maximalen Druck von 0,6 bar hat und kaum vom Fuß springt, macht die Sportart besonders. »Das ist kein Gepöhle, wie es sonst oft in der Halle zu sehen ist. Viel Technik ist gefordert«, so Clemens. Das Regelwerk weicht ebenfalls vom herkömmlichen Hallenfußball ab: Fest steht bereits, dass am 4. Januar ohne Bande, mit Einkick statt Einrollen, vier Feldspielern und mindestens zwei Schiedsrichtern gespielt wird. Die Spielzeit beträgt zehn Minuten. Besonders hierbei: Acht Minuten laufen als Brutto-Zeit, die restlichen als Netto-Zeit. Das soll Spielverschleppungen verhindern.

Unfaires Einsteigen kann sich zudem als Eigentor erweisen. Hat eine Mannschaft das sechste Foul begangen, wird automatisch ein Zehn-Meter-Strafstoß für den Gegner fällig. Geschossen wird auf Handball-Tore – Treffer sind somit wesentlich schwieriger zu erzielen als bei herkömmlichen Hallenturnieren der Senioren. »Futsal hat in der Stadt Bad Oeynhausen eine riesige Chance. Schon beim Nachwuchs sollte der Einstieg erfolgen«, warb auch Friedhelm Spey, unter anderem Staffelleiter der Herren-Landesliga, in Wulferdingsen für den Fußball-Trendsport.

Fußball-Kreisvorsitzender Thomas Schickentanz zeigte sich ebenfalls erfreut über die baldige Futsal-Premiere in Bad Oeynhausen. »Ich bin froh, dass der weiße Futsal-Fleck auf der Landkarte in Minden endlich gefärbt ist. Doch beim Thema ›nachhaltige Umsetzbarkeit‹ sehe ich große Probleme. Für einen möglichen Futsal-Trainingsbetrieb hätten wir kaum Hallen zur Verfügung.«

Das spielt aber zunächst keine Rolle. Am 4. Januar spielen die Frauen und Männer den ersten Futsal-Stadtmeister in Bad Oeynhausen aus. Maximilian Schneider, Sohn des SuS-Vorsitzenden Klaus Schneider, durfte bei der Auslosung als »Glücks-Fee« agieren. »Wenn die ›Wölfe‹ etwas anfangen, dann wird es auch was«, hatte Klaus Schneider das passende letzte Wort. Die erste Futsal-Stadtmeisterschaft wird im Januar auf die Probe gestellt. Eine Woche später finden die traditionellen Hallenfußball-Stadtmeisterschaften statt. Auf Vergleiche zwischen »Neu« und »Alt« ist nicht nur Initiator Hans Milberg gespannt.

Futsal – Der SSV ist dabei

NW - 14-11-13 - Futsal - bild

Premiere in der Badestadt

FUTSAL: SSV und SuS Wulferdingsen betreten am 4. Januar 2014 Neuland

VON EGON BIEBER

Bad Oeynhausen-Wulferdingsen. Was? Futsal? Was ist das denn? Solche und ähnliche Fragen werden sich viele Zeitgenossen stellen, wenn sie an dieser Stelle von der ersten Bad Oeynhausener Stadtmeisterschaft im Futsal am 4. Januar 2014 lesen. Die Sportredaktion dieser Zeitung wird bis zum ersten Anpfiff im nächsten Jahr in loser Folge den Hallensport-Interessierten diese Sportart näher bringen.

In der Badestadt betreten der veranstaltende Stadtsportverband (SSV) und der ausrichtende Sportverein SuS Wulferdingsen auf jeden Fall Neuland. „Meines Wissens sind das die ersten Stadtmeisterschaften in Deutschland überhaupt“, sagte Initiator Hans Milberg, seit April diesen Jahres SSV-Vorsitzender in Bad Oeynhausen, bei der Pressekonferenz und Auslosung der Gruppen im Vereinsheim der „Wölfe“. Deutsche Meisterschaften, genannt Deutschland-Cup, hat es bereits gegeben, aber Stadtmeisterschaften noch nicht. Das liegt vor allem daran, dass Futsal in dieser Republik noch ein Mauerblümchendasein fristet im Gegensatz zu den süd- und osteuropäischen Ländern, wo das bereits seit Jahren professionell betrieben wird. „Im Bereich unseres Verbandes gibt es erst zehn bis zwölf Mannschaften“, sagt Ulrich Clemens aus Unna, der Vorsitzende der Kommission Freizeit-Fußball und Beisitzer im Verbands-Freizeit- und Breitensport-Ausschusses beim FLVW. Ihn (hat schon einige Events im Futsal durchgeführt) und Friedhelm Spey aus Hüllhorst, Landesliga-Staffelleiter und Mitglied im Verbandsfußball-Ausschuss Westfalen sowie Bindeglied zum Freizeit- und Breitensport-Bereich im FLVW, hatte sich Hans Milberg als fachkundige Referenten für diesen Abend an seine Seite geholt. Er nahm eher durch Zufall vor einem Jahr in Tirol bei den österreichischen Meisterschaften (schon seit 2002 ausgerichtet) hautnah Notiz von Futsal, ernsthaftes Interesse bei Milberg weckte diese Sportart zu Beginn diesen Jahres bei den Westfalenmeisterschaften in Brackwede. In Gesprächen mit den Verantwortlichen der Bad Oeynhausener Fußballvereine lotete er das Interesse aus, und siehe da, auch die Frauen-Fußballerinnen waren sehr neugierig. „Mal schauen, wie es von den Spielern und Zuschauern am 4. Januar angenommen wird. Bei positiver Resonanz soll es zur ständigen Einrichtung in Bad Oeynhausen werden“, sagte Hans Milberg.

„Futsal ist ein sehr, sehr attraktives Spiel und die Hallenfußball-Variante der FIFA mit festen Regeln. Futsal ist die pfiffigere Variante, steht die Fußball-Technik viel mehr im Vordergrund, wird der Ball oft gelupft beziehungsweise mit dem Fuß gestreichelt“, erklärte Ulrich Clemens. Ab kommenden Jahr oder spätestens ab 2015 sollen nach DFB-Leitlinien alle Jugend-Turniere in der Halle nur noch im Futsal durchgeführt werden. Die spieltechnischen Fähigkeiten würden beim Futsal viel mehr gefördert als beim herkömmlichen Hallenfußball. Der größte Unterschied zwischen beiden Varianten ist der Ball. „Beim Futsal ist er kleiner und hat nur 0,5 bis 0,7 Bar Luftdruck. Somit ist er um 70 Prozent Sprungreduziert gegenüber einem normalen Fußball, der etwa 1,2 bis 1,5 Bar Luftdruck hat“, erklärte Friedhelm Spey.

„Ich war seinerzeit auch skeptisch und habe 15 bis 20 Minuten gebraucht, mit dem Futsal-Ball umzugehen. Dann hat es aber Riesenspaß gemacht und ich wollte gar nicht mehr aufhören.“ Der SuS-Vorsitzende Klaus Schneider ist optimistisch, dass dieses erste Futsal-Turnier in Bad Oeynhausen ein Erfolg wird: „Wenn die Wölfe etwas machen, dann klappt das auch.“

© 2013 Neue Westfälische 12 – Bad Oeynhausen, Donnerstag 14. November 2013

Milberg über Absage verärgert

Sitzung des Sportausschusses fällt aus

Bad Oeynhausen (WB). Mit Befremden nimmt der Stadtsportverband (SSV) Bad Oeynhausen die Absage der für den kommenden Donnerstag, 19. September, vorgesehenen Sitzung des Sportausschusses zur Kenntnis.

»Es ist schon erstaunlich, dass die seit Monaten anberaumte Sitzung ›nach Abstimmung mit dem stellvertretenden Vorsitzenden‹, wie die offizielle Begründung lautet, ersatzlos gestrichen wird«, sagt SSV-Vorsitzender Hans Milberg. Bekanntlich hat vor einigen Wochen der Ausschuss-Vorsitzende seinen Rücktritt erklärt.

»Es kann und darf aber nicht sein, dass durch den Rücktritt des Vorsitzenden in diesem Ausschuss ein Vakuum entsteht. Zumindest der stellvertretende Vorsitzende hätte nach unserer Auffassung darauf reagieren können«, meint Milberg. Aus Sicht des SSV gab es durchaus ausreichend sportliche Themen, die am nächsten Donnerstag abgearbeitet und möglicherweise zum Abschluss hätten gebracht werden können. Erwartet wurden vom SSV unter anderem Auskünfte der Verwaltung über die Effektivität der Sportstättennutzungsgebühr, sowie eine politische Antwort darauf.

Außerdem hätte der Stadtsportverband gerne eine Antwort zum Planungsstand »Stadion an der Leiter unter Berücksichtigung der vorliegenden privaten Entwürfe« bekommen. Auch ein Ergebnis über die Prüfung alternativer Kunstrasenstandorte hätte der Stadtsportverband erwartet.

Schließlich sollte noch über den Antrag des TuS Victoria Dehme entschieden werden, der die Sportplatzpflegeverträge zum Inhalt hatte. Außerdem wäre die von Bielefelder Seite angestrebte Partnerschaft des Fußball-Zweitligisten DSC Arminia mit der Stadt Bad Oeynhausen ein weiterer Diskussionspunkt gewesen.

»Durchaus sind einige Themen darunter, die für den Bad Oeynhausener Sport von erheblicher Tragweite sind. Nun gibt es auf alle Fragen wieder einmal keine Antworten, was erneut Unverständnis unter vielen Sportvereinen und einigen politischen Parteien ausgelöst hat«, sagt Hans Milberg. »Wir als Stadtsportverband wollen nicht hoffen, dass die Absage aufgrund von ›Interessenlosigkeit‹ oder ›Gleichgültigkeit‹ geschehen ist. Unsere Kritik richtet sich dabei in erster Linie an die Abteilung Planung und Vorbereitung einer Sitzung«, führt der Vorsitzende weiter aus.

Die städtische Verwaltung hat inzwischen die kurzfristige Absage damit begründet, dass noch nicht alle vorbereitenden Gespräche zu einem abschließenden Ergebnis geführt hätten. Diese Aussage nimmt der Stadtsportverband so zur Kenntnis. Allerdings hätte sich der SSV gewünscht, dass die angesprochenen Punkte noch in diesem Jahr für alle Beteiligten zu einem zufriedenstellenden und erfolgreichen Abschluss geführt hätten. Der Stadtsportverband möchte in diesem Zusammenhang noch einmal betonen, dass er sich weder als »achte Partei«, noch als eine »Freizeittruppe«, sondern als Interessenvertreter der Bad Oeynhausener Vereine und als Bindeglied der Verwaltung und der politischen Vertreter sieht.

»Wir möchten noch einmal bekräftigen, dass wir stets an einer konstruktiven, offenen und zielführenden Zusammenarbeit mit den Vereinen, der Verwaltung, den politischen Parteien, sowie weiteren relevanten Gremien und Arbeitsgruppen interessiert sind. Zukünftig sollten Absagen wie diese grundsätzlich unterbleiben, da es in Bad Oeynhausen durchaus viermal im Jahr ausreichend Stoff für eine sportliche Ausschuss-Sitzung gibt«, sagt Hans Milberg, der nun die nächste Ausschuss-Sitzung im November erwartet.

SSVBO enttäuscht über Absage der Sportausschuss-Sitzung

Sportausschuss bleibt

in den Startlöchern

Stadtsport reagiert „mit Befremden“ auf Absage

Bad Oeynhausen (PeSt). Gestrichen und auf November vertagt: das trifft auf die Sportausschuss-Sitzung zu, die eigentlich kommenden Donnerstag stattfinden sollte. „Mit Befremden“ nimmt Stadtsportverbands-Vorsitzender Hans Milberg diese Absage zur Kenntnis. Der stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende, Dirk Büssing (CDU), hält dem entgegen, dass nach Absprache mit der Verwaltung die Sitzung mangels Themen abgesagt worden sei: Büssing: „Das ist ein ganz normaler Vorgang.“

Zwei Punkte hätten zur Diskussion gestanden. Doch weder beim Thema Stadion und Kunstrasenplatz noch bei der Pflege der Rasenplätze hätte die Verwaltung beschlussreife Vorlagen liefern können. Beim letzteren Punkt, so Büssing, stünden noch Gespräche zwischen den Vereinen und den Stadtwerken aus.

Milberg hält dem entgegen, dass der Stadtsportverband zudem Auskünfte über die Effektivität der Sportstättennutzungsgebühr erwartet hätte. Auch dieses Thema werde laut Büssing in der November-Sitzung auf der Tagesordnung stehen. Bis dahin, so Büssing, solle auch ein Nachfolger für den im Juli zurück getretenen bisherigen Ausschussvorsitzenden Wilhelm Ober-Sundermeyer gefunden worden sein.


© 2013 Neue Westfälische
12 – Bad Oeynhausen, Samstag 14. September 2013

Sport ist auch Marketing

Bild HM 8-13„Sport ist auch Marketing“

IM INTERVIEW: Hans Milberg, Vorsitzender des Stadtsportverbandes

Bad Oeynhausen. Im April dieses Jahres gründeten 23 Sportvereine den Stadtsportverband Bad Oeynhausen. Hans Milberg stellte sich seinerzeit als Vorsitzender zur Wahl und erhielt die Zustimmung. Seit 100 Tagen ist der 67-Jährige nun im Amt. Der ehemalige Sportjournalist ist seitdem ordentlich beschäftigt und erklärt im Gespräch mit NW-Lokalsportredakteur Jürgen Krüger, warum sich der SSV Bad Oeynhausen auf einem guten Weg befindet.

Erzählen Sie doch mal, warum die Gründung des Stadtsportverbandes ein Erfolg ist.

HANS MILBERG: Ich war immer schon der Meinung, dass eine Stadt wie Bad Oeynhausen mit rund 50.000 Einwohnern ein Verwaltungsdezernat Schule und Sport braucht, weil die Aufgaben gewaltig sind. Als Politik und Verwaltung kann ich nicht immer nur von einer Sportstadt sprechen, ich muss es auch mal umsetzen. Sport ist immer auch ein Stück Stadtmarketing für Bad Oeynhausen. Ich habe in den ersten Monaten den Eindruck gewonnen, dass der Stadtsportverband gewollt ist. Von den insgesamt 48.037 Einwohnern in Bad Oeynhausen sind 17.902 Mitglied in einem oder mehreren Sportvereinen. Von diesen 17.902 Mitglieder sind wiederum 10.108 bei den 23 Gründungsvereinen gemeldet. Das heißt: Der Stadtsportverband vertritt bereits jetzt die Interessen von 56,5 Prozent aller Sportvereinsmitglieder. Das sind immerhin 21 Prozent der Einwohner Bad Oeynhausens.

Und wie ist die Stimmung bei Ihnen im Vorstand?

MILBERG: Wir haben gute Leute und alle ziehen bislang an einem Strang. Wenn wir etwas erreichen wollen, dann können wir das nur gemeinsam: Vereine, Stadtsportverband, Verwaltung und Politik. Und im Augenblick funktioniert das richtig gut. Unsere Versammlungen sind wohltuend, weil wir viele neue Ideen auf den Tisch bringen.

Was haben sie vor?

MILBERG: Zunächst einmal müssen wir unsere Hausaufgaben erledigen. Wir sind derzeit damit beschäftigt, den Stadtsportverband als gemeinnützig ins Vereinsregister eintragen zu lassen. Das muss rechtlich korrekt ablaufen, und da sind wir auf einem guten Weg. Als nächstes bekommen wir eine neue Internetseite, und im Herbst bekommen wir vielleicht sogar eine Büro im Rathaus II. Dort könnten wir Besucher empfangen oder Versammlungen abhalten. Größere Themen werden sein der Bau eines Kunstrasenplatzes, das Bäderkonzept, die Abschaffung der Hallennutzungsgebühren, Sitz im Sportausschuss, Mitorganisation der Sportlerehrung, Kooperation der Stadt mit Arminia Bielefeld. Diese Themen werden wir übrigens am kommenden Dienstag bei unserer Vorstandssitzung im Wöhrener Krug beraten.

Könnten Sie bei den Thema Kunstrasenplatz und Abschaffung der Hallennutzungsgebühren etwas konkreter werden?

MILBERG: Wir sind im Vorstand der Meinung, dass wir jetzt endlich einen Kunstrasenplatz in Bad Oeynhausen haben sollten. Und wir streben eine andere Lösung an als den großen Sportpark an der Mindener Straße. Als erstes würden wir den Ascheplatz am Schulzenzenrtum Süd zu einem Kunstrasenplatz umbauen und zeitgleich das Stadiongelände in einen vorzeigbaren Zustand bringen, dort aber zunächst keinen weiteren Kunstrasenplatz bauen. Wenn wir das hinbekämen, dann wäre diese Lösung sicherlich günstiger als ein Sportpark an der Mindener Straße für geschätzte 2,5 Millionen Euro. Jetzt müssen wir erst einmal ausrechnen, wie teuer beide Lösungen werden. Die konkreten Zahlen zum Sportpark werden uns ja am 19. September bei der nächsten Sportausschusssitzung vorgelegt. Bezüglich der Hallennutzungsgebühren ist die Verwaltung damit beauftragt worden, eine Kosten-Nutzen-Analyse zu erstellen. Grob gerechnet ergibt sich ein marginaler Überschuss, der es nicht rechtfertigt, Nutzungsgebühren zu erheben. Wir haben es also gar nicht nötig, Hallennutzungsgebühren von den Vereinen zu erheben und fordern deren Abschaffung.

Und wie sieht es mit Sitz und Stimme im Sportausschuss aus?

MILBERG: Es ist unser erklärtes Ziel, mit Sitz und Stimme im Sportausschuss vertreten zu sein. Bislang sind wir nur mit beratener Stimme vertreten, aber nicht mit Sitz. Das wird sich erst nach der Kommunalwahl im Mai nächstes Jahr entscheiden. Bis dahin müssen wir uns damit begnügen, daneben sitzen und unsere Stimme erheben zu dürfen.

Wovon hängt Ihrer Meinung nach die Zukunftsfähigkeit des Bad Oeynhausener Stadtsportverbandes ab?

MILBERG: Wir werden gemessen an den Ergebnissen, die wir erzielen. Und irgendwann müssen wir Ergebnisse vorweisen. Und das gelingt uns nur, wenn alle an einem Strick ziehen.

Warum sollte ein Sportverein aus Ihrer Sicht Mitglied beim SSV sein?

MILBERG: Je mehr wir sind, desto besser. Bislang haben sich 23 von zurzeit 61 Bad Oeynhausenern Sportvereine dem Stadtsportverband angeschlossen. Wir haben uns vorgenommen, alle Vereine anzusprechen. Mit vielen haben wir auch schon gesprochen, und die meisten davon haben uns zugesagt, das Thema in ihrem Vorstand zu beraten. Es gibt aber auch Vereine, die sagen, sie sehen keinen Sinn in einer Mitgliedschaft. Das heißt ja nicht, dass wir diese Vereine deshalb nicht vielleicht doch von einer Mitgliedschaft überzeugen können. Wir sollten es in jedem Fall versuchen.

 

© 2013 Neue Westfälische12 – Bad Oeynhausen, Samstag 03. August 2013