Nächster Schritt zum Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ am 15. Oktober beim TC Rot-Weiß

Zur Folgeveranstaltung des Förderprogramms „Moderne Sportstätten 2022“ lädt der Stadtsportverband seine Vereine ein. Die findet statt am Dienstag, 15. Oktober 2019 um 19 Uhr im Clubhaus des Tennis-Clubs Rot-Weiß Bad Oeynhausen in Werste an der Dornenbreite. Auf der Tagesordnung stehen u.a. der Terminliche Ablauf, Projekt-Planung, sowie Festlegung der Ranking-Liste. Bekanntlich gab es am 19. September im Begegnungszentrum Druckerei einen ersten Austausch zwischen dem SSV bzw. KSB und zahlreichen Bad Oeynhausener Vereinen.

Sportstättenbereisung im Nordbereich

Bad Oeynhausen. Die Nutzer der Bad Oeynhausener Sportplätze (Kunstrasen und Tenne), und Kleinspielfelder sowie Sportlerheimen sind mit ihren Anlagen rundum zufrieden, auch wenn gelegentlich noch Verbesserungen und verschiedentlich noch Wünsche geäußert werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Bad Oeynhausener Sportausschuss, der am vergangenen Samstag unter der Leitung des städtischen Beigeordneten Stefan Tödtmann und  seinem Mitarbeiter Heinz Friedrich Heldt aus dem Sportamt, sowie dem zuständigen Ausschuss-Vorsitzenden Oliver Thamm den zweiten Teil der diesjährigen Sportstättenbereisung durchführte.

Nachdem vor einigen Wochen die Außensportanlagen im Südbereich der Stadt inspiziert wurden, stand diesmal der nördliche Teil mit den Anlagen der Sparkassen-Arena, Dehme, Wulferdingsen, Volmerdingsen, Werste und Eidinghausen am Schloss Ovelgönne, sowie dem Schulzentrum Nord auf dem rund vierstündigen Programm, wobei die jeweiligen Vorsitzenden oder Abteilungsleiter der Vereine dem Ausschuss gegenüber ihre Wünsche und Probleme vortragen konnten.

Aus Sicht der Vereinsvertreter macht die Rundreise und die damit verbundene Inspektion der Anlagen „sehr viel Sinn“. wie sich Jürgen Spier aus der Faustballabteilung des HV Wöhren ausdrückte. Er bemängelte allerdings, dass sich die zuständige Abteilung der Verwaltung zukünftig schon früher mit der Beschaffenheit der Sportplätze auseinander setze sollte, als erst wenige Tage vor der Saisoneröffnung, wie am Schloss Ovelgönne geschehen, aber „sonst passt alles“, ergänzte Spier.

Ähnlich sahen es auch die Vereinsvertreter des TuS Volmerdingsen (Dieter Hinzmann), vom SuS Wulferdingsen (Michael Grützkowski und Marc Osterhage), sowie Dirk Göhner (FC Bad Oeynhausen). Dirk Müller vom TuS Victoria Dehme wünscht sich zumindest für seinen Verein eine höhere Zuwendung (Pauschale) für die Sportplatzpflege, während die Vertreter der SV Eidinghausen-Werste (Alex Hafner und Pierre Sander) auf die in die Jahre gekommene Bodenbeschaffenheit des Werster Rasen-Nebenspielfeldes hingewiesen hat. Erste Vorschläge zur Verbesserung kamen dazu auch unverzüglich vom Rats- und Ausschuss-Mitglied Rainer Müller-Held, wie diese Probleme beseitigt werden können. Gemeinsam wird man dieses Thema weiter verfolgen.

„Die Sportstättenbereisung hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig solche Maßnahmen sind, damit sich auch im zuständigen Fachausschuss alle Mitglieder einen Überblick über unsere Sportstätten machen können“, meinte Oliver Thamm, der dem Ausschuss Sport vorsteht und auch zukünftig Besuche und Besichtigungen der Plätze und Sportlerheime für richtig und empfehlenswert hält.

Sportplatz Kommune

Die Stadt Bad Oeynhausen und der Stadtsportverband haben den Zuschlag für ein Projekt im Rahmen des landesweiten Programms „Sportplatz Kommune“ bekommen. Eine unabhängige Jury des LSB und der Staatskanzlei von NRW sahen die Bewerbung aus Bad Oeynhausen als förderungswürdig an. Insgesamt fließen dadurch in diesem und im kommenden Jahr 24.000 Euro an Fördermitteln.

Das Land NRW und der Landessportbund (LSB) wollen mit dem neuen Gemeinschaftsprojekt „Sportplatz Kommune“ die strategische Sportentwicklung noch stärker zum Gegenstand der kommunalen Sport- und Bildungspolitik machen. Profitieren sollen dadurch vor allem Kita, Schule und Sportvereine, denn sie stehen im Mittelpunkt. „Wir freuen uns, dass wir es geschafft haben, gleich im ersten Anlauf den Zuschlag vom Landesportbund zu bekommen“, freuten sich Bürgermeister Achim Wilmsmeier, der Beigeordnete Stefan Tödtmann, die beiden SSV-Vorstandsmitglieder Hans Milberg und Wolfgang Feierabend, sowie Michael Grützkowski als Ansprechpartner des SSV über die Förderung des Projekts. Aus NRW gab es rund 400 Anträge, insgesamt 49 davon wurden bewilligt. Umgesetzt wird das Projekt vor Ort von der Sportverwaltung der Stadt und dem Stadtsportverband.

Ein wesentlicher Punkt des Projekts ist es, die relevanten Akteure im Kinder- und Jugendsport besser zu vernetzen. „Deshalb bietet sich der Stadtsportverband als zentraler Partner an, denn hier laufen viele Fäden im Sport zusammen“, sagt der für den Sport zuständige Beigeordnete Stefan Tödtmann. Wichtig sei aber auch die Unterstützung durch das Hauptamt. Ab Mai werde dazu in der Verwaltung ein Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Im Wesentlichen wird es darum gehen, Sport und Bewegung über „Kümmerer“ zu fördern und weitere gezielte Maßnahmen zu entwickeln.

Im Stadtsportverband betreut Michael Grützkowski das Themenfeld „Sportplatz Kommune“. Bei den Gesprächen über weitere Projekte wird es darum gehen, Schulen und Kitas mit den örtlichen Vereinen im Rahmen von Workshops, Austauschtreffen und Projektkonferenzen „mitzunehmen“. „Es geht jetzt vor allem darum, viele Vereine zu erreichen, damit interessante Projektvorschläge zusammenkommen“, betont Achim Wilmsmeier. Der SSV-Vorsitzende Hans Milberg hofft dabei, dass diese Art der Veranstaltung für Bad Oeynhausen zwar erstmalig, aber vielleicht auch nicht einmalig sein wird. Der SSV-Vorsitzende bedankte sich bei den beiden städtischen Verwaltungsspitzen Achim Wilmsmeier und Stefan Tödtmann im Rahmen einer Pressekonferenz für die gezielte und vor allem unkomplizierte und wenig bürokratische Unterstützung.

Weitere Projekt-Informationen für die Vereine sind bei Michael Grützkowski, dem Jugend- und Integrationsbeauftragten vom Stadtsportverband Bad Oeynhausen unter michael.gruetzkowski@yahoo.dezu erfragen.

Die erste Projektkonferenz ist bereits terminiert. Im Sinne eines „Save the Date“ findet sie am 12. Februar in Düsseldorf statt. Diese Veranstaltung versteht sich als „Kick-Off“, um alle ausgewählten Standorte  in einer ersten Vernetzung gemeinsam in den Prozess einzustimmen.

Bunt und vielfältig – Neue Kindersportbroschüre bildet breit gefächertes Sportangebot in Bad Oeynhausen ab

Von links: Bad Oeynhausens Bürgermeister Achim Wilmsmeier, SSV-Vorsitzender Hans Milberg, Mona Gresförder und Almuth Mönnich (beide Kreissportbund), sowie der städtische Beigeordnete Stefan Tödtmann.

 

»Was meinen Sie, wie viele Sportangebote für Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren gibt es in Bad Oeynhausen?« Mit einer Frage eröffnet Almut Mönnich die Präsentation der neuen Kindersportbroschüre für Bad Oeynhausen.

Bürgermeister Achim Wilmsmeier muss genauso raten wie Beigeordneter Stefan Tödtmann und Stadtsportverbands-Vorsitzender Hans Milberg. Wilmsmeier schätzt 30 Angebote, Tödtmann 25 und Milberg sortiert sich »irgendwo in der Mitte« ein. Und damit liegen sie sehr gut. »Es sind 28 Sportangebote«, löst die Diplom-Sportwissenschaftlerin das Eingangsrätsel auf.

»Kinder und Bewegung ist immer eine wichtige Sache, die es gilt zu fördern. Und das kann man mit einer Broschüre gut machen«, sagt Wilmsmeier. Passend zur Vorweihnachtszeit bringt Almut Mönnich vom Kreissportbund Minden-Lübbecke den Inhalt des neuen Hefts so auf den Punkt: »Die Kindersportbroschüre ist eine Zusammenfassung der Geschenke, die uns die Bad Oeynhausener Sportvereine machen. Es ist der Versuch, alle Angebote für Kinder in einem Alter von bis zu zwölf Jahren in einer Publikation zusammenzufassen.«

Es gebe in der Tat Angebote für Kinder, die gerade erst geboren seien. »Allererste Bewegungsförderung«, nennt Mönnich das, was gleich auf den ersten Seiten auftaucht. Spielen, Turnen, Hüpfen, Rennen und Toben mit Bällen, Schwungtüchern, Reifen und Alltagsmaterialien sowie Schaukeln, Krabbeln und Springen. Gleich elf Sportvereine in der Kurstadt nehmen sich dieses Themas an.

Die klassischen Ballsportarten (Basketball, Handball, Fußball) sind im Heft ebenso aufgelistet wie die Rückschlagsportarten Tennis, Badminton und Tischtennis sowie Leichtathletik, Kunstturnen und Schwimmen, aber auch ortstypische Angebote wie Rollkunstlauf, Bogenschießen, Faustball, Hiphop oder Akrobatik. »Besonders schön in Bad Oeynhausen ist, dass die Sportangebote im gesamten Stadtgebiet breit verteilt sind. Wenn man Stecknadeln setzen würde, ergäbe das einen breiten Nadelteppich. Die Sportlandschaft in Bad Oeynhausen ist zudem sehr bunt und vielfältig«, lobt Almut Mönnich.

Sportvereine und Kindertagesstätten haben die Oeynhausener Kindersportbroschüre bereits erhalten, die Grundschulen sollen folgen. Zur Auslage gibt es die 24-seitige Broschüre im Rathaus sowie in der Geschäftsstelle des KSB Minden-Lübbecke. »Auf Anfrage senden wir sie auch gerne zu«, sagt Almut Mönnich zur Verteilung der 850 gedruckten Exemplare. Auch online soll das Werk bald verfügbar sein.

»Wir sehen die Broschüre als ein Angebot des Kreissportbundes, um Familien eine Orientierung in der vielseitigen Sportvereinslandschaft zu ermöglichen. Zudem sollen Kindern Übergänge vom Kindergarten oder Schulsport zum Vereinssport aufgezeigt werden«, sagt Mona Gresförder vom KSB. Die Kooperation zwischen Kita, Sportverein und Schule findet auch Hans Milberg wichtig. »Die Frage ist ja, wann und wie fangen Heranwachsende mit dem Sport an? Und die Antwort geben diejenigen, die sich damit beschäftigen, auch Vereine und Schulen«, sagt der Vorsitzende des Stadtsportverbandes.

Positiv aufgenommen wurde von allen Beteiligten, dass es jetzt schon fünf Bewegungskindergärten gebe, die mit ortsansässigen Sportvereinen eng vernetzt sind: JUH Kindertagesstätte »Kunterbunt« mit dem Judo-Club Bad Oeynhausen, Evangelische Kindertageseinrichtung »Altstadtspatzen« mit dem Kneipp-Verein Bad Oeynhausen, Evangelische Kindertagesstätte »Sterntaler« mit dem MTV Bad Oeynhausen sowie dem SC Oberbecksen-Babbenhausen, Städtische Kindertagesstätte Wulferdingsen »Mullewapp« mit dem 1. BSV Wulferdingsen und der Städtische Kindergarten »Luftikus« mit der DLRG-Ortsgruppe Bad Oeynhausen.

Einbau Transponder und Einführung von „Pflege-Tagebüchern“ 

Die Sportanlagen in den Bad Oeynhausener Schulzentren Nord und Süd (Turnhallen und Außensportanlagen)
werden ab Oktober (nach den Herbstferien) mit Transponderschlössern ausgestattet.

Die Ausgabe der Transponder an die Sportvereine, die diese Anlagen regelmäßig nutzen,
erfolgt schrittweise und wird Ende Oktober abgeschlossen sein. Damit ist es
den Vereinen möglich, die Sportanlagen selbstständig zu den ihnen
zugewiesenen Trainings- und Spielzeiten zu öffnen und zu schließen. Die Hallen und
Platzwarte betreuen die Anlagen während der Benutzung durch Vereine
weiterhin, wobei hier der Schwerpunkt der Tätigkeit im wesentlichen Kontroll-Aufsichtsfunktionen
und durchzuführende Arbeiten auf den Sportanlagen umfasst.
Verbunden mit der Einführung der Transponder haben alle Vereine ihre
Belegungen einschließlich festgestellter Mängel in einem Sportanlagenbelegungsheft
einzutragen, welches von den Hallenwarten regelmäßig kontrolliert wird. Ziel
dieser Maßnahme ist es, vorhandene Mängel unmittelbar zu erfassen und zeitnah
zu beseitigen. Gleichzeitig soll die Achtsamkeit der Vereine im Zusammenhang mit der Nutzung erhöht werden.

In der Kreissporthalle Bad Oeynhausen an der Porta Straße wurde ein sogenanntes „Pflege-Tagebuch“ schon vor zwei Jahren mehr oder weniger erfolgreich eingeführt.