Sexualisierte Gewalt

Stadtsportverband: Ute Röhling informiert. SSV

plant Infoveranstaltung für den 14. Oktober

von Egon Bieber

Bad Oeynhausen (ebi). Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte bei der Jahreshauptversammlung des Stadtsportverbandes war der Vortrag von Ute Röhling zum Thema „Sexueller Missbrauch im Sportverein“. Das Thema sei in aller Munde und Politik sowie Verbände hätten auch schon darauf reagiert.

„Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport – Vorbeugen, Aufklären, Hinsehen und Handeln!“ Diese Erklärung wurde am 4. Dezember 2010 bei der DOSB-Mitgliederversammlung (Deutsche Olympische Sportbund) verabschiedet, teilte die Vorsitzende des BSV Wulferdingsen den Delegierten der Sportvereine mit. Und schon um zahlreiche Arbeitsmaterialien und Konzepte ergänzt. 2013 rief der Landessportbund NRW seine Mitgliedsvereine auf, an einer Pilotphase zu diesem Thema „Schweigen schützt die Falschen“ teilzunehmen. 35 Vereine hatten sich gemeldet, 27 sind im Qualitätsbündnis des LSB anerkannt. Der BSV Wulferdingsen hat 2015 unterschrieben. „Zunächst hat der Vorstand an einer Fortbildung teilgenommen und danach die Übungsleiter“, erklärte Ute Röhling. „Jeder Übungsleiter unterschreibt dann den Ehrenkodex und muss ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Der Vorstand muss die Einsichtnahme bestätigen. Wir haben bei der Mitgliederversammlung auch eine Satzungsänderung vorgenommen. Wir alle im Verein tragen die volle Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen – und die sind die Zukunft unserer Vereine“, betonte Röhling. „Mein Wunsch ist es, andere Vereine dafür zu sensibilisieren. Das Kindeswohl sollte an höchster Stelle stehen. Man will niemanden unter Generalverdacht stellen, aber die Frage muss erlaubt sein: Wo sind die Grenzen? Wo darf ich anfassen? Das sieht beispielsweise ein Boxer anders als ein Fußballer oder Leichtathlet. Jeder muss auch ein Gespür für sexualisierte Gewalt entwickeln: Wo fängt sie an, wo hört sie auf“, sagte Ute Röhling.

Für den 14. Oktober ab 10 Uhr plant der SSV im neuen Vereinsheim des FCO in der Sparkassen-Arena eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema. Für die Mitgliedsvereine im SSV ist die Veranstaltung kostenfrei.

 

Mit freundlicher Genehmigung:

Quelle (Autor, Text und Bild) Egon Bieber, 8. Juni 2017, Neue Westfälische Zeitung

© 2017 Neue Westfälische
12 – Bad Oeynhausen, Donnerstag 08. Juni 2017

Noch lange nicht Feierabend

Stadtsportverband Bad Oeynhausen: Vorstand wird für die nächsten zwei Jahre  wiedergewählt.

Wichtiges SSV-Thema für die Zukunft ist ein „Sportpark im Siel“Bad Oeynhausen. Sie hatten schnell Feierabend. Die Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen beim Stadtsportverband Bad Oeynhausen war fix nach rund einer Stunde zu Ende. An diesem Dienstagabend gab es für alle ein schnelles Ende, doch der Vorstand hat noch lange keinen Feierabend!

Die Delegierten wählten die bisher bewährten Kräfte im Vorstand (siehe extra Kasten) einstimmig und erteilten ihnen somit ein Mandat für weitere zwei Jahre. Einzige Änderungen gab es bei den Beisitzern: Für die ausscheidenden Holger Diekmann, Sebastian Birke und Philipp Humke (alle beruflich stark eingespannt) wurden neu gewählt Martina Lachtrup (VV Volmerdingsen, Voltigieren) und Alexander Körtner (BSG Bad Oeynhausen). Eine ausgezeichnet geführte Kasse bescheinigte Kassenprüfer Jürgen Demberg dem Schatzmeister Stefan Redeker, so dass einer Entlastung des Vorstandes nichts im Wege stand. Bestand zum 30.12.2016 waren 4.941.89 Euro, zum 30.12.2017 genau 4.879,48 Euro. Aktuell sind 22 von insgesamt 34 Sportvereinen Mitglied im Stadtsportverband (SSV). Der 1. Vorsitzende Hans Milberg stellte in seinem Rechenschaftsbericht die Erfolge mit Unterstützung des SSV in den vergangenen Jahren heraus und lobte besonders die mittlerweile hervorragende Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Und hier besonders mit Stefan Tödtmann, der seit 1.1.2017 für Jugend, Bildung und Sport zuständig ist. Der signalisierte volle Unterstützung der Stadt für die Vereine – wenn finanziell machbar. „Lassen sie uns die sportliche Zukunft gemeinsam gestalten“, sagte Tödtmann.

„Bürgermeister Achim Wilmsmeier hat einige wichtige Personalentscheidungen getroffen, die für alle Seiten wichtig sind. Wir sprechen jetzt mit einer Stimme“, betonte Milberg. „Es ist Professionalität und Leidenschaft eingekehrt. Wilmsmeier ist sehr angetan von unserem Tun. Dieses prima Miteinander, und auch das wir im Sportausschuss vertreten sind, ist ein Faktor, der uns ermutigt weiter zu machen. Wir werden im Sinne der Vereine arbeiten, immer ein offenes Ohr für die Bedürfnisse und Anregungen haben. Aktuell vertreten wir 50 Vereine in der Stadt mit mehr als 60 Sportarten und rund 13.000 Mitgliedern. Das sind Größenordnungen vom SC Freiburg, FSV Mainz 05 und Rapid Wien. Und wir wollen noch einige wichtige Themen in der Stadt anschieben“, sagte Hans Milberg.

Das wäre beispielsweise die Sportplatzpflege und die Errichtung eines dritten Sportzentrums in der Stadt, ein „Sportpark im Siel“. Dieses Thema wurde auch bereits in der Verwaltung und Politik diskutiert (die NW berichtete). Ein Schwerpunkt dabei ist eine neue betonierte Bahn für die Rollschuhläuferinnen vom RRC Lohe. „Es darf nicht sein, dass sie zum Training nach Niedersachsen fahren müssen“, so Milberg. Lothar Gohmann und Rainer Müller-Held erläuterten das Thema „Sportpark im Siel“ im Veranstaltungsraum der Stadtsparkasse den Delegierten und hatten eine Bitte: „Ideen und Anregungen nehmen wir auch gerne aus der interessierten Bevölkerung entgegen. Lassen Sie uns intensive Diskussionen führen. Wir brauchen ein drittes Sportzentrum.“

 

Mit freundlicher Genehmigung: 

Quelle (Autor, Text und Bild) Egon Bieber, 8. Juni 2017, Neue Westfälische Zeitung

© 2017 Neue Westfälische

12 – Bad Oeynhausen, Donnerstag 08. Juni 2017

Weg frei für eine sportfreundlichere Lärmschutzregelung 

Der Deutsche Bundesrat hat den Weg für eine sportfreundlichere Lärmschutzregelung frei gemacht. In der Plenarsitzung am 31. März 2017 stimmten die Bundesländer einem Vorschlag der Bundesregierung zu, der die Sportanlagenlärmschutzverordnung (SALVO) modernisiert und einen zeitgemäßen Interessenausgleich zwischen Sportlern und Immissionsschutz definiert.

Damit findet zugleich ein mehrjähriger intensiver Diskussionsprozess sein vorläufiges Ende. Der Stadtsportverband Bad Oeynhausen begrüßt die Entscheidung des Bundesrates, damit herrscht auch endlich Rechtssicherheit und alle Beteiligten wissen nun wie sie mit diesem Thema umgehen können.

Allerdings geht die zustimmungspflichtige Verordnung nun noch einmal zurück an die Bundesregierung, da die Bundesländer nur „nach Maßgabe“ mit einer Änderung zugestimmt haben. Die federführende Bundesumweltministerin Barbara Hendricks signalisierte in der Bundesratssitzung bereits Zustimmung.
Seit neun Jahren wurde darum gekämpft, dass der Immissionsschutz modernisiert wird und damit die Rahmenbedingungen für ein sportfreundliches Deutschland verbessert werden. Kernpunkte der neuen Verordnung sind mehr Rechtssicherheit für den Altanlagenbonus von Sportstätten, die vor 1991 entstanden sind und nun auch bei einer Sanierung die alten Richtwerte behalten können. Darüber hinaus werden die bisherigen Ruhezeiten zwischen 20 und 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 15 Uhr dem veränderten Freizeitverhalten angepasst.

Sportpark im Siel

Themenfeld: Zukünftige sportliche Nutzung, Gestaltung , sowie Aufwertung der Bereiche Sielanlagen, sowie dem angrenzenden Umfeld.

 

Der Stadtsportverband Bad Oeynhausen (SSV) hat auf der lokalen politischen Bühne mit dazu beigetragen, dass zum Thema „Errichtung eines Sportbades“ in den seit Jahren anhaltenden Gesprächen endlich nicht nur immer geredet, sondern nun auch gehandelt wird. In jüngster Vergangenheit wurde die städtische Verwaltung beauftragt, ein Konzept für den Standort am Sielbad zu erstellen. Dieser Auftrag ist auf dem Weg. Der SSV begrüßt diese Entscheidung.

Gleichzeitig sollen mit dem Bad-Neubau Verknüpfungen mit weiteren sportlichen Einrichtungen in unmittelbarer Nähe auf den Weg gebracht werden. Seit einiger Zeit liegt ein Ausbauantrag für die am Bad angegliederte Skater- und Rollschuhbahn vor. Ferner ist an eine Überarbeitung und Sanierung der Volleyball-bzw. Basketball-Anlage gedacht. Und wenn man großzügig von baulichen Veränderungen und Verbesserungen spricht, dann muss man auch das weitere Umfeld mit einbeziehen. So könnte in unmittelbarer Nähe der Saline ein Trimm- bzw. Bewegungspark entstehen und zudem eine umfangreichere Nutzung der Reitanlage (Flutmulde) ins Auge gefasst werden, sowie im weiteren Bereich die Nutzung der Werre für den Kanusport. Dies alles sind  nur Einzelaspekte. Wir wissen aber auch, dass die Erreichbarkeit zu den angesprochenen Sportstätten noch ein Problem darstellt. So sind u. a. die Zufahrten bzw. Wege teils in einem sehr schlechten Zustand. Über Wasch- und Umkleidemöglichkeiten muss ebenfalls nachgedacht werden, wobei die Nutzung alter Gebäude des Staatsbades möglich wäre.

Der Stadtsportverband möchte mit diesem Modell in erster Linie Anregungen geben, was letztendlich zu einer Aufwertung des gesamten Areals im Sielbereich zu einem, wie wir es ausdrücken würden, „vorzeigbaren Sportpark“  führen soll. Der Standort „Siel“ ist aus unserer Sicht ideal für eine bessere und herausragende Nutzung in unserer Stadt, aber bisher eben nur bedingt  nutzbar und dass dieser Gesamtbereich insgesamt eine Aufwertung erfährt, dafür möchte sich der Stadtsportverband von Bad Oeynhausen einsetzen.

Besonders auch im Hinblick auf eine zukünftig beruhigte Verkehrslage (Stichwort Rückbau) der Kanal- bzw. Mindener Straße.

Weitere Informationen finden Sie hier…    PDF-Datei

 

Der Sielpark soll zum Sportzentrum werden

Stadtsportverband: Der Vorstand möchte ein Gesamtkonzept. Er schlägt unter anderem einen Trimm-Parcours an der Saline und die Nutzung der Flutmulde auch als Beachvolley-Anlage vor

Bad Oeynhausen. Die Stadt hat für den Bau eines Hallenbades im Siel eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben (die NW berichtete). Das nimmt der Stadtsportverband (SSV) nun zum Anlass, ein Gesamtkonzept für die künftige Entwicklung des Sielparks anzuregen: „Wir könnten den Sielpark zu einem dritten Sportzentrum machen“, betonte der 1. Vorsitzende Hans Milberg. Zusammen mit seinen Stellvertretern Rainer Müller-Held und Wolfgang Feierabend sowie Beiratsmitglied Lothar Gohmann hat er dazu schon einige Vorschläge entwickelt.

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